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Facility Management – neue Herausforderungen

Foto: SceneNature via Shutterstock

Peter Engert

Geschäftsführer ÖGNI

Sollen unsere Gebäude in Euro pa bis 2040 klimaneutral sein, so wie es sich die EU-Kommission vorgenommen hat, können mit Neubau und Sanierung des Bestandes wichtige Schritte in die richtige Richtung gemacht werden. Worauf wir alle aber nicht vergessen dürfen, ist das Facility Management (FM). Nahezu 80 Prozent der Kosten eines Gebäudes entfallen auf den Betrieb, ohne diesen sorgsam und vorausschauend zu gestalten, werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen können.

Gerade für das FM hat sich die Technik in den letzten Jahren massiv verändert. Viele Themen sind einfacher geworden, Fernwartung, prädiktive Wartung, digitale Fehlererkennung erleichtern die Arbeit und ersparen unnötige Wege. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Sensoren, die das FM für den effizienten Betrieb braucht, im Gebäude vorhanden sind und, ganz wichtig, vom Facility Manager auch bedient werden können.

Um Nachhaltigkeit im gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes umsetzen zu können, hat die ÖGNI einige Forderungen aufgestellt. Auch hier geht es um vorausschauende Planung:

Nur mit der Einbeziehung des FM in die Planung der Haustechnik des Gebäudes können die Anforderungen eines effizienten Betriebs erfüllt werden, wodurch das Gebäude kostenschonend und damit für die Benutzer komfortabel betrieben werden kann.

Daten sind nicht das neue Gold! Die richtigen Analysen der Daten bringen den Erfolg.

Die FM-Unternehmen müssen die Chancen der Digitalisierung verstehen und für den Umgang damit fit werden. Digitalisierung ist nicht irgendeine App oder ein elektronisches Schließsystem. Es ist die Summe der Daten, die über ein Gebäude und seine Nutzer generiert, gesammelt und analysiert werden. Diese Analysen können, wenn sie korrekt sind und verstanden und genutzt werden, für Betrieb, Wartung und die diversen Apps verwendet werden. Daten sind nicht das neue Gold! Die richtigen Analysen der Daten bringen den Erfolg.

Wir fordern die Industrie auf, regelmäßig darauf zu schauen, dass ihre ausgeklügelten und tollen Produkte auch verstanden und bedient werden können. Die Zeiten, wo sich die Industrie nach Verkaufserfolg, Einbau, erster Einschulung und Gewährleistung verabschieden durfte, sind endgültig vorbei. Hier ist deutlich mehr Einsatz als bisher gefordert. Im Sinne der Nachhaltigkeit muss das Optimum an Effizienz aus der Haustechnik herausgeholt werden.

Zuletzt dürfen wir niemals vergessen, wofür Gebäude errichtet und betrieben werden: für die Menschen, die sie nutzen. Bei allen Überlegungen sollten wir die Nutzer und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen, der Komfort dieser Nutzer bestimmt letztendlich den Wert des Gebäudes und die Wertigkeit der Arbeit, die geleistet wurde.

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